Montag, 28.09.
Die Jawne
Ein vergessenes jüdisches Zentrum in der Kölner Innenstadt

Montag, 28. September 2026 | 18:30 Uhr | Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 (Erich-Klibansky-Platz)
Die Jawne – ein vergessenes jüdisches Zentrum in der Kölner Innenstadt
Abendführung mit Wolfgang Richter
Von 1884 bis 1942 befand sich in der St.-Apern-Straße ein wichtiges Zentrum jüdischen Lernens, Lehrens und Lebens. Neben der Synagoge der orthodoxen Gemeinde „Adass Jeschurun“ war dort unter anderem das damals einzige jüdische Gymnasium im Rheinland beheimatet – die Jawne.
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde die Jawne zunehmend zu einem Schutzraum für jüdische Kinder und Jugendliche von überregionaler Bedeutung.
Nach der Pogromnacht 1938 gelang es Direktor Erich Klibansky, etwa 130 Schüler:innen mit Kindertransporten nach England zu verbringen und vor ihrer Deportation und Ermordung zu bewahren.
Der Unterricht wurde 1941 eingestellt, das Gebäude wurde zu einem der größten Ghettohäuser für Juden und Jüdinnen in Köln. Im Juli 1942 wurden die dort zusammengepferchten Menschen, darunter auch Direktor Klibansky, deportiert und in der Nähe von Minsk ermordet.
Die zerstörten Gebäude wurden nach dem Krieg abgerissen – nichts erinnerte in den darauffolgenden Jahrzehnten an diesen vormals so lebendigen Ort und seine Menschen.
Heute befindet sich am historischen Ort der „Lern- und Gedenkort Jawne“, der die Erinnerung an die Jawne lebendig hält.
Im Rahmen einer
abendlichen Führung wird Wolfgang Richter (Mitarbeiter im Lern- und Gedenkort
Jawne) wichtige, mit der Geschichte der Jawne und der Erinnerung an diesen Ort verbundene
Ereignisse skizzieren.
Schicksale einzelner Schülerinnen und Schüler sowie nur selten gezeigte
Dokumente werden dabei eine zentrale Rolle spielen.
Für einen kleinen „Feierabend-Snack“ ist gesorgt.
Empfohlene Spende: 5–10 Euro
Eine Veranstaltung des Jugendclubs Courage Köln e.V.
Anmeldung bis 26.09. unter info@jc-courage.de




